Léon – Der Profi

Léon ist ein Auftragsmörder, der in New York City in Diensten der Italo-Mafia steht. Er erledigt schwierige Aufträge, die ihm der ältere, berechnende Tony gibt – prompt und zuverlässig schaltet er im Drogenhandel konkurrierende Banden aus. Doch auch für einen Auftragsmörder wie ihn existieren Regeln, die er als ungeschriebene Gesetze seines Berufsethos versteht: „keine Frauen, keine Kinder“. Privat ist Léon ein einsamer Mensch, ohne Freunde und Familie, mit einer traurigen Vergangenheit. Sein einziger „Freund“, abgesehen von der Vaterfigur Tony, mit dem ihn aber mehr das Geschäftliche verbindet, ist eine Topfpflanze, eine Aglaonema, die wie er „keine Wurzeln hat“.

Beschreibung

Léon ist ein Auftragsmörder, der in New York City in Diensten der Italo-Mafia steht. Er erledigt schwierige Aufträge, die ihm der ältere, berechnende Tony gibt – prompt und zuverlässig schaltet er im Drogenhandel konkurrierende Banden aus. Doch auch für einen Auftragsmörder wie ihn existieren Regeln, die er als ungeschriebene Gesetze seines Berufsethos versteht: „keine Frauen, keine Kinder“. Privat ist Léon ein einsamer Mensch, ohne Freunde und Familie, mit einer traurigen Vergangenheit. Sein einziger „Freund“, abgesehen von der Vaterfigur Tony, mit dem ihn aber mehr das Geschäftliche verbindet, ist eine Topfpflanze, eine Aglaonema, die wie er „keine Wurzeln hat“.

Im selben Haus wohnt die zwölfjährige Mathilda, die von ihrem Vater misshandelt und von ihrer Familie kaum beachtet wird. Als Mathildas Familie von korrupten Polizisten des Drogendezernates DEA ermordet wird, rettet er sie und versteckt sie in seiner Wohnung. Mathilda schwört den Mördern ihres kleinen Bruders Rache und will Auftragsmörderin werden. Sie schlägt Léon einen Handel vor: Er soll sie ausbilden, sie hilft im Haushalt und bringt dem Analphabeten Léon Lesen und Schreiben bei. Widerwillig geht er auf den Handel ein, denn zunächst sieht er in Mathilda ein Risiko. Er betrachtet sie als seine Schülerin, der er den Umgang mit Waffen, nicht aber das Töten beibringt. Die Zwölfjährige entwickelt mit der Zeit Gefühle für ihren seltsam unreifen Mentor, ihre Annäherungsversuche werden jedoch von Léon zurückgewiesen.

Mathilda versucht, Norman Stansfield, den drogensüchtigen Chef der drogendealenden DEA-Einheit, auf eigene Faust zu töten. Das schlägt fehl, und sie wird festgenommen. Léon hat ebenfalls den Kampf gegen die Mörder von Mathildas Familie aufgenommen, als er Malky, Stansfields zweiten Mann, in Chinatown mit den Worten “keine Frauen, keine Kinder” exekutiert. Anschließend findet er daheim die Nachricht von Mathilda, sie werde nun selbst auf der Polizeiwache Rache üben. Er begibt sich dorthin, befreit sie und erschießt dabei zwei der Mittäter. Die Polizei beginnt, Léon und Mathilda zu jagen. Unter Druck gesetzt, gibt Tony – der viele Exekutierungsaufträge von der DEA-Gruppe erhielt – Léons Adresse preis, woraufhin die Polizisten das Haus stürmen, in dem sich Léon und Mathilda aufhalten. Léon ermöglicht Mathilda die Flucht durch einen engen Installationsschacht und kann selbst der Übermacht der Polizisten entkommen, indem er den Kampfanzug eines getöteten Polizisten anzieht und sich als vermeintlich angeschossener Polizist aus der Wohnung retten lässt. Allerdings hat Stansfield ihn erkannt und folgt ihm. Als Léon das Gebäude durch den Keller verlassen will, schießt er ihm in den Rücken. Bevor Léon stirbt, hat er noch die Kraft, ihm im Namen von Mathilda ein Geschenk zu übergeben − den gezogenen Sicherungssplint einer Handgranate aus seinem Gürtel. Stansfield kommt bei der folgenden Explosion um.

Nachdem Léon nicht wie vereinbart den Treffpunkt erreicht hat, begibt sich Mathilda, die zum Zeitpunkt der Explosion bereits geflohen ist, zu Tony. Tony, der vom Verhör durch Stansfield und dessen Leute noch sichtlich gezeichnet ist, teilt ihr mit, dass Léon bei ihm Geld für sie auf die Seite gelegt habe. Mathilda bietet Tony an, als Auftragskillerin für ihn zu arbeiten, da sie von Léon ausgebildet wurde. Tony wird daraufhin wütend und verweigert ihr diesen Wunsch, er besteht darauf, dass sie ein normales Leben anfängt. Mathilda kehrt daraufhin zur Spencer School zurück und wird dort wieder aufgenommen. Anschließend pflanzt sie Léons „Freund“ auf einer Wiese vor der Schule ein und beendet den Film mit den Worten: „Hier wird es uns gut gehen, Léon.“

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Léon - Der Profi


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Infos

Filmdaten
Deutscher Titel Léon – Der Profi
Originaltitel Léon
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1994
Länge Kinofassung: 105 Minuten
Director’s Cut: 127 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Luc Besson
Drehbuch Luc Besson
Produktion Patrice Ledoux
Musik Éric Serra
Kamera Thierry Arbogast
Schnitt Sylvie Landra
Besetzung
  • Jean Reno: Léon
  • Natalie Portman: Mathilda Lando
  • Gary Oldman: DEA-Agent Norman Stansfield
  • Danny Aiello: Tony
  • Peter Appel: Malky
  • Michael Badalucco: Mathildas Vater
  • Ellen Greene: Mathildas Mutter
  • Elizabeth Regen: Mathildas Schwester
  • Carl J. Matusovich: Mathildas Bruder
  • Willi One Blood: Mitarbeiter von Stansfield
  • Don Creech: Mitarbeiter von Stansfield
  • Maïwenn Le Besco: Blonde Frau
 
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  1. Bewertet mit 5 von 5

    Ein origineller Plot, schräge Einfälle, exzellente Schauspieler, eine meisterhafte Inszenierung, eine brillante Kameraführung, ein perfekter Schnitt und eine kongeniale Musikuntermalung machen aus “Léon. Der Profi” ein außergewöhnliches Sehvergnügen.

  2. Bewertet mit 5 von 5

    Das Weltbild im Film ist äußerst düster. Das Gute ist böse, das Böse ist gut. Die Familie bietet keine Geborgenheit. Kindsein ist hart. Drogenfahnder sind selbst Großdealer und töten lachend Frauen und Kinder, während der Profikiller nicht hassens- sondern bemitleidenswert ist ob seiner Traurigkeit, die in diesem Weltbild vollkommen verständlich ist.
    Dennoch ist die Alternative “Tod oder Liebe” (Mathilda) nicht trostlos.
    Schließlich ist Léon ausgerechnet in dem Moment von seinen Hemmungen, sich und Mathilda die Liebe zu gestehen, erlöst und damit zum ersten Mal seit vielen Jahren glücklich, als der Tod so heftig an die Tür pocht wie noch nie.

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