Gottes Werk & Teufels Beitrag

Maine in den Dreißigerjahren. Eigentlich gibt es nur zwei Gründe, an der Bahnstation des einsamen Waisenhauses von Saint Cloud auszusteigen oder mit dem Auto hinzufahren: Entweder eine Frau bringt dort ein ungewolltes Kind zur Welt und lässt es zurück oder ein Ehepaar adoptiert eines der verwaisten Kinder. Dr. Wilbur Larch (Michael Caine), der Leiter des Waisenhauses, führt auch Abtreibungen durch, wenn ihn verzweifelte junge Frauen darum bitten. 

Beschreibung

Maine in den Dreißigerjahren. Eigentlich gibt es nur zwei Gründe, an der Bahnstation des einsamen Waisenhauses von Saint Cloud auszusteigen oder mit dem Auto hinzufahren: Entweder eine Frau bringt dort ein ungewolltes Kind zur Welt und lässt es zurück oder ein Ehepaar adoptiert eines der verwaisten Kinder. Dr. Wilbur Larch (Michael Caine), der Leiter des Waisenhauses, führt auch Abtreibungen durch, wenn ihn verzweifelte junge Frauen darum bitten. Das ist illegal, aber Larch hält eine Abtreibung im Zweifel für besser als ein ungewolltes Kind. Eine Frau, die an den Folgen einer unsachgemäß durchgeführten Abtreibung stirbt, bestärkt Larch in der Überzeugung, dass er die Hilfe suchenden Frauen keinen Scharlatanen überlassen darf.

Auch Homer Wells (Tobey Maguire) wurde in dem Waisenhaus geboren. Nach zwei gescheiterten Adoptionen zieht Larch ihn wie einen Sohn auf und vermittelt ihm sein gynäkologisches Wissen und Können.

Eines Tages fragt Homer den jungen unverheirateten Fliegeroffizier Wally Worthington (Paul Rudd), der seine schwangere Freundin Candy Kendall (Charlize Theron) zu einer ambulanten Abtreibung vorbeibringt, ob sie ihn auf dem Rückweg im Auto mitnehmen. Vor Zorn und Trauer ist Larch nicht in der Lage, sich von seinem Schützling zu verabschieden und versteckt sich hinter einer Gardine. “Ich glaube, wir haben ihn an die Welt da draußen verloren”, sagt er zu einer der Schwestern.

Als Wally und Candy erfahren, dass Homer noch nie das Meer gesehen hat, machen sie einen Umweg und zeigen es ihm.

Auf der Plantage von Wallys Mutter kommt er als Apfelpflücker unter. Candy lebt in der Nähe bei ihrem Vater, einem Hummerfischer, und als Wally jahrelang im Krieg ist, fühlt sie sich einsam und freundet sich mit Homer an, der sich in sie verliebt hat.

Wilbur Larch fälscht Universitätsdiplome und andere Urkunden. Damit überzeugt er die für das Waisenhaus zuständige Kommission davon, dass es sich bei Homer Wells um einen hoch qualifizierten Arzt handelt. Leider halte er sich zur Zeit in Indien auf, um den Menschen dort zu helfen, lügt Wilburg Larch. Er hofft, seinen Schützling auf diese Weise zurückgewinnen zu können.

Doch Homer Wells fühlt sich glücklich auf der Apfelfarm. Die schwarzen Pflücker, mit denen Homer zusammen lebt, werden von Mr. Rose (Delroy Lindo) angeführt. Als dessen Tochter Rose Rose (Erykah Badu) merkt, dass sie schwanger ist, versucht sie es zunächst zu verbergen. Homer, den hier alle bis auf Candy nur für einen Apfelpflücker halten, schließt von Roses allmorgendlicher Übelkeit auf ihren Zustand. Obwohl er sich im Waisenhaus immer strikt gegen Abtreibungen ausgesprochen hatte, bietet er ihr an, sie zu Dr. Larch zu bringen. Aber das Mädchen wagt nicht, die Plantage zu verlassen. Schließlich findet Candy heraus, dass Rose von ihrem eigenen Vater geschwängert wurde. Homer stellt ihn zur Rede und erklärt sich bereit, an Ort und Stelle eine Abtreibung vorzunehmen. In der Nacht nach dem Eingriff flieht Rose und ersticht ihren Vater, der sie zurückhalten will. Bevor er stirbt, nimmt er Homer das Versprechen ab, seinen Tod als Suizid darzustellen.

Wally Worthington wird abgeschossen, kann sich mit dem Fallschirm retten, erkrankt aber an Malaria. Ein Kamerad (gespielt von John Irvings Sohn Colin) überbringt der Mutter die schlimme Nachricht. Candy zögert nicht, ihr Verhältnis mit Homer zu beenden und sich um den von der Hüfte abwärts gelähmten Wally zu kümmern.

Fast zur gleichen Zeit stirbt Wilbur Larch, der nur noch mit einem leichten Ätherrausch einschlafen konnte, an einer Überdosis des Narkotikums. Da kehrt Homer nach Saint Cloud zurück, um die Nachfolge des Verstorbenen zu übernehmen. Ein verdrießlicher Bahnhofsvorsteher (John Irving) sieht ihn aussteigen. Freudig eilen ihm die Schwestern und die Kinder aus dem Waisenhaus entgegen. Eine junge Frau, Waise wie Homer, ist über seine Rückkehr besonders glücklich …

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Gottes Werk & Teufels Beitrag


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Zusätzliche Information

Dr. Larch :

"Gute Nacht ihr Prinzen von Maine, ihr Könige von Neu-England"

Schwester Edna :

Oh Herr,
bitte steh uns bei
den Tag hindurch,
wenn die Schatten länger werden
und der Abend kommt
und die emsige Welt verstummt
und das Fieber des Lebens abgeklungen ist
und unser Werk getan ist
schenk uns in Deiner Gnade
ein sicheres Dach über dem Kopf
und seeligen Schlummer
und endlich Frieden.

Homer Wells :

…und so begann ich mein neues Leben, mit einem neuen Namen und allem, was rings um mich neu war. Ich selbst kam mir vor wie ein Träumender…für mich ist die Erinnerung an mein altes Leben mit solch einem Mangel an Hoffnung beladen, das ich nicht weiß, ob es ein Jahr gedauert hat, ob es länger oder kürzer war…ich weiß nur eins : es hat aufgehört, es ist vorbei…und dabei belasse ich es.

Infos

Deutscher Titel : Gottes Werk & Teufels Beitrag
Originaltitel : The Cider House Rules
Produktionsland : Vereinigte Staaten
Originalsprache : Englisch
Erscheinungsjahr : 1999
Länge : 126 Minuten
Altersfreigabe : FSK 12
Regie : Lasse Hallström


BESETZUNG

Tobey Maguire: Homer Wells
Charlize Theron: Candy Kendall
Michael Caine: Dr. Wilbur Larch
Delroy Lindo: Arthur Rose
Paul Rudd: Wally Worthington
Heavy D: Peaches
K. Todd Freeman: Muddy
Erykah Badu: Rose Rose
Jane Alexander: Schwester Edna
Kathy Baker: Schwester Angela
Kieran Culkin: Buster
u. a.

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  1. Bewertet mit 5 von 5

    Die Literaturverfilmung ist konventionell in der Inszenierung und altmodisch in der Erzählung – und das ist gut so. Der Zuschauer hat Zeit, sich auf alles zu konzentrieren: nostalgische Bilder, vordergründig einfältige Gemüter, karge Lebensumstände und kleine Gefühle, die deshalb groß sind, weil sie gänzlich frei von pathetischer Süßlichkeit daherkommen…

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