Beasts of the Southern Wild

Die sechsjährige Hushpuppy lebt gemeinsam mit ihrem Vater in den abgeschnittenen Sumpfgebieten Louisianas, an der Küste des Golfs von Mexiko. Diesen Ort, von den Einheimischen „Bathtub“ genannt, hat das afroamerikanische Mädchen nie verlassen. Die Welt hinter den nahen Dämmen und Raffinerien, wo die Menschen angeblich nur einmal im Jahr Urlaub haben und in Plastik eingeschweißten Fisch essen, kennt sie nur aus Erzählungen der Erwachsenen.

Beschreibung

Die sechsjährige Hushpuppy lebt gemeinsam mit ihrem Vater in den abgeschnittenen Sumpfgebieten Louisianas, an der Küste des Golfs von Mexiko. Diesen Ort, von den Einheimischen „Bathtub“ genannt, hat das afroamerikanische Mädchen nie verlassen. Die Welt hinter den nahen Dämmen und Raffinerien, wo die Menschen angeblich nur einmal im Jahr Urlaub haben und in Plastik eingeschweißten Fisch essen, kennt sie nur aus Erzählungen der Erwachsenen. Ihr Vater Wink Doucet sorgt als Fischer und mit ein wenig Landwirtschaft für den bescheidenen Lebensunterhalt der beiden. Hushpuppys Mutter, die Wink einst frisches Krokodil zubereitete, sei laut seinen Erzählungen „davongeschwommen“. In ihrer Fantasie führt das der Natur zugewandte Kind Zwiegespräche mit der Mutter und vermutet diese in einem Leuchtfeuer weit draußen vor der Küste. Als Hushpuppy in der Schule von Miss Bathsheba über die Legende der ausgestorbenen Auerochsen und der bevorstehenden Klimakatastrophe unterrichtet wird, sieht sie in ihrer Fantasie die Tiere aus dem schmelzenden arktischen Eis wiederauferstehen und eine Spur der Verwüstung nach sich ziehend nach „Bathtub“ marschieren.

Hushpuppys geregeltes Leben beginnt sich zu verändern, als ihr Vater sie eines Tages nicht wie gewohnt von der Schule abholt. Erst Stunden später kehrt Wink nur mit einem Krankenhauskittel bekleidet nach Hause zurück und will zur Enttäuschung Hushpuppys alleingelassen werden. Wink leidet unter einer schweren Herzerkrankung und droht bald zu sterben, was er seiner Tochter zu verheimlichen versucht. Die enttäuschte Hushpuppy versucht daraufhin allein das Mittagessen für sich und die Tiere zu kochen, woraufhin versehentlich der in den Bäumen angebrachte Wohnwagen ausbrennt und sie dem Feuer nur mit viel Glück unverletzt entkommt. Als bald darauf ein schwerer Sturm aufzieht, verlassen zahlreiche Einwohner „Bathtub“. Hushpuppy und ihr Vater jedoch bleiben. Beide überleben den nächtlichen, schweren Sturm, aber das Sumpfland wird meterhoch überflutet. In einem aus Autoersatzteilen zusammengebauten Motorboot machen sich Vater und Tochter auf die Suche nach Überlebenden und schließen sich dem betrunkenen Barbesitzer Winston, Miss Bathsheba und weiteren an, die auf einem zum großen Hausboot umfunktionierten Hausdach zwei Wochen überstehen wollen, bis der Wasserpegel wieder gesunken ist. Als dies nicht eintritt, sprengen Wink, Hushpuppy und die anderen Männer kurzerhand einen der Dämme mit Hilfe einer in einem Tierkadaver versteckten Sprengladung.

Wink, Hushpuppy und die anderen kehren in das nun trockengelegte Bathtub zurück, wo das Wasser schwere Schäden angerichtet hat. Schon bald werden die Einwohner gegen ihren Willen in ein Auffanglager überführt. Wink, dessen Gesundheitszustand sich weiter verschlechtert, wird dort medizinisch behandelt. Bei einem Fluchtversuch setzt er erfolglos Hushpuppy in einen Bus nach Norden und muss seiner Tochter die schwere Krankheit eingestehen, die sie schon erahnt hatte. Wink, Hushpuppy und die anderen kehren daraufhin nach Bathtub zurück. Auf der Suche nach ihrer Mutter versucht Hushpuppy gemeinsam mit weiteren Kindern zum entfernten Leuchtfeuer zu schwimmen. Die Gruppe wird aber von einem Fischerboot aufgenommen, das sie zu einem schwimmenden Nachtclub bringt. Die dort angestellten Frauen kümmern sich liebevoll um die Mädchen und Hushpuppy macht die Bekanntschaft mit einer Kellnerin, die ihre Mutter sein könnte. Sie benutzt dieselben Redewendungen wie Wink und setzt dem Mädchen eine Krokodil-Mahlzeit vor.

Hushpuppy kehrt mit den übrigen Mädchen nach Hause zurück. Kurz vor dem Ziel angekommen, werden sie von vier riesigen Auerochsen eingeholt. Während Hushpuppys Begleiterinnen aus Angst fortlaufen, stellt sie sich mutig den riesigen Tieren entgegen, die daraufhin beginnen, vor dem Mädchen niederzuknien. Hushpuppy schickt die Tiere jedoch fort, da sie sich um „ihre Leute“ kümmern müsse. Sie eilt zu ihrem Vater ans Krankenbett, der die Szenerie zuvor beobachtet hatte, und gibt ihm etwas von dem mitgebrachten Krokodilfleisch zu essen, das ihm gut schmeckt. Kurz danach stirbt Hushpuppys Vater, dessen Leichnam gemäß seinem Wunsch auf einem Boot aufgebahrt und dann verbrannt wird. Der Tradition folgend feiern die Einwohner von „Bathtub“ den Tod von Wink, anstatt zu trauern.

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Beasts of the Southern Wild


Once There Was A Hush Puppy


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Zusätzliche Information

Hushpuppy

Wenn ich meine Augen zumache, sehe ich, dass
alles was mich erschaffen hat, in unsichtbaren
Teilen um mich herum fliegt. Wenn ich genau
hinsehe, verschwinden sie. Aber wenn es ganz
still wird, sehe ich, dass sie da sind.
Ich sehe, dass ich ein kleines Teil eines
riesengroßen Universums bin. Und dann ist alles
gut. Wenn ich sterbe, werden die Wissenschaftler
der Zukunft alles finden. Sie werden wissen, es
gab mal eine Hushpuppy, die mit ihrem Daddy im
Bathtub lebte.

Infos

Deutscher Titel : Beasts of the Southern Wild
Originaltitel : Beasts of the Southern Wild
Produktionsland : Vereinigte Staaten
Originalsprache : Englisch
Erscheinungsjahr : 2012
Länge : 93 Minuten
Altersfreigabe : FSK 12
Regie : Benh Zeitlin


BESETZUNG

Quvenzhané Wallis: Hushpuppy Doucet
Dwight Henry:: Wink Doucet
Levy Easterly: Jean Battiste
Lowell Landes: Walrus
Pamela Harper: Little Jo
Gina Montana: Miss Bathsheba
Amber Henry:: LZA
Jonshel Alexander: Joy Strong
Joseph Brown: Winston
Henry D. Coleman: Peter T
Kaliana Brower: T-Lou

u. a.

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  1. Bewertet mit 5 von 5

    Eine kuriose Mischung ist BEASTS OF THE SOUTHERN WILD geworden, angesiedelt irgendwo zwischen Fantasy und Märchen, Ökoparabel, Science Fiction und Kindergeschichte.
    Der Regisseur Benh Zeitlin erzählt darin von dem allmählichen Reifungsprozess eines kleinen Mädchens, das sich mit dem Tod ihres Vaters abfinden muss, von Fantasiewelten, durch die die Welt begriffen wird, von der Suche nach dem eigenen Platz im Leben, von Umweltkatastrophen und einem entfremdeten Leben in industrialisierten,
    künstlichen Umgebungen.
    Sein Film, der durch die mitreißende Inszenierung und die ebenso ausgelassene wie melancholische Stimmung tief beeindruckt, kann als modernes Märchen über das Ende der Kindheit gelesen werden oder als aktueller zivilisationskritischer Kommentar – und es zählt zu seinen großen Stärken, dass er auf all diesen Ebenen funktioniert und dennoch stimmig ist…

  2. Bewertet mit 5 von 5

    Ungewöhnlich, überraschend, bildgewaltig…
    all das ist auch in diesem Film. Und doch, erstaunlicherweise, geht das. Es geht vor allem durch die gebieterische Präsenz der jungen Quvenzhané Wallis, die Hushpuppy spielt – so unaffektiert, so kraftvoll, so selbstverständlich, dass die Welt dieses Films einfach ihre Welt wird. Eine kindliche, wilde, schöne und gefährliche Märchenwelt, die der Verstand gar nicht weiter in Frage zu stellen braucht…

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