Grip


Nun wird es bunt :
Kurz vor den Festtagen schickt die SPD – Komariege ihre Hinterbänkler an die Front.
Die Steuern auf Bier und Wein ! sollen nach dem Willen der Bundestagsabgeordneten Sabine Bätzing steigen.
Die SPD-Politikerin erhofft sich von teurerem Alkohol weniger komasaufende Jugendliche.

“Alkohol sei in Deutschland zu leicht verfügbar“, daher müsse der Konsum durch Steuererhöhungen gedrosselt werden.

Unterstützung bekam die SPD-Politikerin von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen. Internationale Umfragen hätten gezeigt, dass die Höhe des Preises zur Reduzierung des Alkoholkonsums beitragen können, sagte Hauptgeschäftsführer Rolf Hüllinghorst auf NDR Info.
“Im Moment ist es in Deutschland wirklich preiswert, sich zu betrinken. Und das muss dringend geändert werden.”

Er sprach sich für einen einheitlichen Steuersatz von 15 Euro pro Liter Alkohol aus. Das würde beispielsweise dazu führen, dass eine Flasche Bier 40 Cent teurer würde, sagte Hüllinghorst.

Was auf den ersten Blick wie eine sinnvolle Kampagne gegen das tatsächlich nicht zu tolerierende Komasaufen von Jugendlichen aussieht, entpuppt sich bei genauerem hinsehen als ( zunächst ! ) verbaler Rundumschlag gegen jeden erwachsenen Bundesbürger, der gern mal ein Bier oder ein Glas Wein trinkt.

In Zeiten der Rezession mag man vermuten, dass hier unter dem Deckmäntelchen der Prävention der 1. Schritt einer heimlichen Refinanzierung der Milliardensubventionen der Regierung über diese Steuer eingeführt werden soll…

Hier noch ein kleiner Tip, Herr Hüllinghorst :
Im Moment ist es in Deutschland wirklich preiswert,  seinen Tank zu füllen. Muss das auch dringend geändert werden?

Oder, verehrte Frau Bätzing :
Wie wäre es mit einer noch restriktiveren Handhabung, so wie beim Rauchverbot?
Wäre die “alkoholfreie Kneipe” oder der schnapsfreie Flughafenterminal eine Lösung?
Natürlich immer im Sinne des Gesundheitsschutzes könnten die Geschädigten hier z.B. anführen :
“Mir wird beim Einatmen von Alkoholfahnen schlecht” oder “Erbrechen schädigt die Rachenschleimhaut” und Ähnliches…

Ich sehe schon die Plakate :

SCH…. AUF DIE WÄHLERSTIMMEN – BAYERN MUSS TROCKEN WERDEN !

Mal ganz im Ernst…

© :  chepedajaIn Ihrem sicher nicht immer ganz einfachen Kampf gegen Drogenmissbrauch jeglicher Art ist eine Steuererhöhung, noch dazu auf Bier und Wein ( welcher Jugendliche trinkt Wein ? ) m. E. nicht der richtige Weg, um das Problem des “Komasaufens” in den Griff zu bekommen ( eine neue Art von “Beschaffungskriminalität” könnte z.B. auch auf diesem Feld entstehen… ).


Die konsequente Anwendung bestehender Gesetze und ein restriktiveres Vorgehen gegen jene, die die Gesetze unterlaufen wäre ein richtiger Schritt…und vielleicht auch mal darüber nachdenken, ob nicht die Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher den Griff zum Alkohol erleichtert!

In diesem Sinne : Gesehen und gezeichnet !

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