Ich gestehe…

Grip


Sehr geehrte Frau Merkel, lieber Herr Steinbrück…

erschrocken habe ich nachstehenden Artikel zur Kenntnis nehmen müssen

( hätte ich vor lauter Hiobsbotschaften und Weltuntergangszenarien fast überlesen ) :


Zitat Anfang : “Die Ergebnisse bedeuten, dass die reale Kaufkraft im kommenden Jahr vermutlich stagniert”, sagt Simone Baecker-Neuchl, Leiterin der Abteilung “Market Data & Research” bei GfK
( Gesellschaft für Konsumforschung ) GeoMarketing und Projektleiterin der Kaufkraft-Studie.

Ob die einzelnen Menschen unterm Strich mehr oder weniger haben werden, sei allerdings branchenabhängig.

Manche profitierten von deutlich wachsenden Nettolöhnen, andere dürften aufgrund von Zeitarbeit oder gar Stellenverlust an Kaufkraft einbüßen. Zitat Ende.


( Quelle : SPIEGEL ONLINE vom 16.12.2008 hier lesen >> )

Was mich so erschreckt hat?

Nun, als sog. “Minderleister” ( Stellenverlustig seit Oktober d. J. durch Geschäftsaufgabe meines füheren AG ) und “Nicht – Bayer” bin wohl auch ich zum “Kaufkrafteinbüßer” mutiert; ich muß Ihnen ( und auch Frau Baecker-Neuchl ) also, sozusagen per Selbstanzeige gestehen, daß ich mangels Masse nicht allzuviel zum “Konjunkturaufschwung durch Konsum” beitragen kann…ein Konsumgutschein, da gebe ich Ihnen völlig recht, bringt rein garnichts und würde sowieso nur für die nächste Party reichen.

Weiterhin muß ich Ihnen beichten, daß ich dazu noch ein sog. “Non – Consumer” bin und nicht der “panem et circenses” – Generation angehöre; ich rauche wie ein Schlot und suche daher auch kaum Kneipen oder Restaurants auf.

Deswegen war ich auch ziemlich erleichtert, als Sie für Januar 2009 ein weiteres milliardenschweres Konjunkturprogramm ankündigten :
Die Milliarden sollen in die Infrastruktur ( Strassenbau, Bildung, Änderung des Mietrechts usw. ) fliessen und nicht per Steuererleichterung oder andere Kaufanreize dem Bürger zugute kommen.
Ist ja auch nur allzu verständlich; nach der Ohrfeige vom Bundesverfassungsgericht bzgl. der Pendlerpauschale haben viele ( gut, nicht alle… ) ‘eh ein bischen mehr – noch nicht – in der Tasche und… ein wenig eingeschnappt darf man ja wohl sein, gell Frau Bundeskanzlerin und Herr Finanzminister ( und auch Frau Baecker-Neuchl )?

So hoffe ich also nur, daß mir jetzt durch mein “Outing” keine Nachteile erwachsen.
Ich finde die Idee nämlich garnicht schlecht, erst die Strassen auszubauen und dann, nach erfolgter Zurechtbildung der Bürger diesen das Fahren mit ihren nagelneuen, 1-Jahr-steuerbefreiten Autos auf runderneuerten Autobahnen zu ermöglichen; zur Reinigung und Pflege der Strassen würden sich zudem die jetzt per Bundessozialgerichtsentscheid in den rechtssicheren Raum katapultierten 1-EURO-Jobber anbieten
( Frohe Weihnachten auch, Herr Schröder ).

Ihnen, Frau Bundeskanzlerin und Herr Finanzminister ( und auch Frau Baecker-Neuchl )ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr und…möge Ihre Schlitterpartie nicht im September 2009 ein böses Ende nehmen!

In diesem Sinne : Gesehen und gezeichnet !

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Bildquelle Beitragsbild :  » © : Jo

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