Czeslawa Kwoka

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Czeslawa Kwoka

Wilhelm Brasse/Gemeinfrei

Czesława Kwoka wurde am 15. August 1928 im Schulzenamt Wólka Złojecka in der Landgemeinde Nielisz, im Powiat Zamojski der Woiwodschaft Lublin geboren. Ihr Vater Paweł Kwoka verstarb, als Czesława ein kleines Mädchen war und sie lebte fortan allein mit ihrer Mutter Katarzyna Kwoka.

In der Nacht vom 27. auf 28. November 1942 begannen Einheiten der Ordnungspolizei, der SS sowie örtliche Garnisonen der Luftwaffe und der Wehrmacht innerhalb der Aktion Zamość mit der Umsiedlung der einheimischen Bevölkerung.

Czesława und ihre Mutter wurden zusammen mit der übrigen im Dorf lebenden Bevölkerung in das Umsiedlungslager Zamość abtransportiert und von der Umwandererzentralstelle zur „weiteren Verwendung“ in die vierte von vier rassischen Wertungsgruppen selektiert.
Darin waren jene Männer, Frauen und Kinder zusammengefasst, welche die Nationalsozialisten in ihrer Ideologie als „kriminell“ oder „asozial“ einstuften, weil sie bei ihrer Festsetzung beispielsweise Widerstand leisteten oder wegen ihrer Nationalität und/oder Religion prinzipiell als „rassisch schlecht“ galten.
Sie wurden umgehend nach ihrer Selektion in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort am 13. Dezember 1942 erfasst; Czesława unter der Nummer 26947.

Ihr weiteres Schicksal im darauffolgenden Vierteljahr ist nicht bekannt.

Katarzyna Kwoka starb mit unbekannter Todesursache am 18. Februar 1943, am 12. März folgte ihre Tochter Czesława. Als Todesursache vermerkte der Eintrag eine Kachexie bei Darmkatarrh.
Da eine natürliche Todesursache angegeben werden musste, ist unklar, ob jene in der Sterbeurkunde erfasste auch der tatsächlichen Todesursache von Czesława entsprach.

[Quelle : Wikipedia.org]
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3 Kommentare

  1. Jo

    Freitag, 27. Oktober 2017 at 19:35

    Ruhe in Frieden, kleiner Engel…

  2. Grip
    GripAntworten

    Freitag, 27. Oktober 2017 at 20:06

    Der Blick dieser Augen klagt mehr an, als hundert Gerichte es je hätten tun können…mögest Du in Frieden ruhen.

  3. Mondmädchen
    MondmädchenAntworten

    Freitag, 27. Oktober 2017 at 20:37

    Man hat diesem Mädchen den Kopf geschoren, es in schäbige Häftlingslumpen gehüllt und ihr eine Nummer auf die Brust geheftet…somit war es für die Mörder als Individium nicht mehr wahrnehmbar und konnte ungestraft geschlagen werden.
    Aber diese Fotos haben das Grauen überlebt und legen nun Zeugnis ab für die Unmenschlichkeit der Unmenschen…Wilhelm Brasse sei gedankt dafür.
    Ich hoffe und wünsche mir, das es in dieser dunklen Zeit auch für Dich eine Regenbogenbrücke gab, Czeslawa…Ruhe sanft.

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